Generation Z und die Arbeitswelt

Die Generation Z wird nun auch am Arbeitsmarkt immer sichtbarer. Sie ist nicht mehr der kleine – als mediensüchtig abgestempelte – Teil der Gesellschaft, sondern spielt in dieser eine immer größere Rolle. Doch welche Werte und Eigenschaften hat diese Generation? Wie wird es aussehen, wenn sie in die Arbeitswelt einzieht? Wie muss man mit ihnen umgehen und was ist ihnen auf der Arbeit wichtig?

Generation Z Definition

Wer ist die Generation Z?

Unter dem Begriff „Generation Z“ versteht man alle Menschen, die von ihrer Kindheit an mit dem Handy und dem Internet aufgewachsen sind und sozusagen in der digitalen Welt leben. Die Jahrgänge dieser Generation lassen sich ungefähr von 2000 bis 2012 einordnen, sind insgesamt jedoch nicht klar abgrenzbar.

Generation Z Eintritt Arbeitsmarkt

Wann kommt sie auf den Arbeitsmarkt - ist sie es bereits?

Zum Teil ist die Generation Z bereits auf dem Arbeitsmarkt, zum Teil dauert es allerdings auch noch ein bisschen. Im Moment sind die Mitglieder der Generation Z in etwa neun bis einundzwanzig Jahre alt, entsprechend groß sind die jeweiligen Lebenssituationen.

Während die einen noch viele Jahre in der Schule verbringen werden, haben andere schon einen festen Job in der Tasche. Beachten sollte man auch, für welchen Lebensweg sich die einzelnen Personen entscheiden. Während man mit einer Ausbildung bereits mit sechzehn oder siebzehn Jahren in die Arbeitswelt eintreten kann, passiert dies nach einem Studium normalerweise nicht vor dem zweiundzwanzigsten Lebensjahr.

Es lässt sich also sagen, dass der ältere Teil der Generation Z schon voll und ganz dabei ist, der Arbeitswelt beizutreten, während der jüngere Teil noch weit davon entfernt ist. Die Arbeitgeber sollten so oder so anfangen, sich mit den Wünschen und Bedürfnissen – aber auch den Herausforderungen der Generation Z befassen.

Generation Z Eigenschaften

Wünsche und Erwartungen der Generation Z an den Arbeitsmarkt

Die Generation Z wünscht sich zwischen ihrer Arbeit und dem Privatleben eine strikte Trennung. Während sich Unternehmen immer mehr Flexibilität  und einen starken Einsatz von ihren Mitarbeitern wünschen, geht diese Generation in eine komplett andere Richtung. Sie sieht ihre Arbeit realistisch und weiß, welchen Bezug sie zu ihrem Arbeitgeber und ihrer Arbeit hat. Die Mitglieder wissen, dass ihre Stelle in schlechten Zeiten nicht mehr garantiert sein muss und binden sich daher emotional nicht mehr allzu stark an ihre diese. Sie haben also weniger Loyalität gegenüber ihrem Unternehmen und ihrer Arbeitsstelle.

Der Arbeitsplatz sollte für die Generation Z sehr stark digitalisiert sein, das Handy und die modernen Medien sollten also auch in ihrem beruflichen Alltag eine Rolle spielen. Ein gutes Beispiel dafür sind Stellenanzeigen. Diese sollten nicht mehr – wie noch vor einigen Jahren üblich –  in der Zeitung oder im Supermarkt veröffentlicht werden, sondern die Generation vielmehr über Apps oder die sozialen Netzwerke erreichen.

Gen Z vs. Gen Y

Unterschied zur Generation Y

Der Unterschied zur Generation Y liegt in diesem Bezug in der Einstellung und dem Verhalten gegenüber dem Arbeitgeber. Während die Generation Z diese – wie schon erwähnt –  eher realistisch sieht, zeigt die Generation Y noch etwas mehr Einsatz gegenüber ihrem Unternehmen. Sie hat noch das Bild einer starken und zusammenhaltenden Arbeitsstelle im Kopf und setzt sich dementsprechend auch dafür ein.

Ein weiterer Unterschied ist die Digitalisierung. Die Generation Y kann zwar durchaus mit  digitalen Medien umgehen, ist aber eben nicht mit diesen aufgewachsen. Für sie spielen die modernen Medien am Arbeitsplatz im Vergleich zur Generation Z also eher eine untergeordnete und funktionelle, jedoch keine grundlegende Rolle.

Generation z Arbeitsmoral

Arbeitsmoral

Die Arbeitsmoral der Generation Z könnte ganz gut mit der Aussage ,, Wenig Arbeiten und viel bekommen‘‘ beschrieben werden.

Viele junge Leute wollen am liebsten frei sein und das machen, worauf sie Lust haben. Die Leistungsbereitschaft ist nicht zwangsläufig hoch, die Arbeit ist mehr ein Mittel zum Zweck. Gearbeitet werden muss nun mal, da führt kein Weg daran vorbei. Geprägt wird dieses Bild auch von Youtubern und Influencern, die den Jugendlichen in ihren Videos oder Beiträgen ein Leben darstellen, welches ohne viel Arbeit und Aufwand abenteuerreich und lustig erscheint.

Diese Arbeitsmoral lässt sich allerdings nicht auf alle Personen der Generation Z beziehen. Durch die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internets und der Mobiltelefone gibt es einige wenige Personen aus der Generation Z, die schon in jungen Jahren sehr erfolgreich sind. Diese jungen Menschen haben meist erfolgreiche Vorbilder aus dem Internet (beispielsweise Elon Musk) und versuchen, selber einmal durch Fleiß und Arbeit so erfolgreich zu sein.

Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist Samuel Pemsel, der mit SharpenMarketing bereits in seinem siebzehnten Lebensjahr eine Marketingagentur leitet, die anderen Unternehmen hilft, junge Zielgruppen zu  erreichen.

Generation Z Auswirkungen Arbeitswelt

Was bedeutet das für die Arbeitswelt?

Herausforderungen, Änderungsbedarf und Digitalisierung - wie damit umgehen?

Für die Arbeitswelt ist es jetzt und in den nächsten Jahren wichtig, sich auf die Generation Z und ihre Bedürfnisse einzustellen. Man sollte nicht versuchen, die kommenden Arbeitskräfte an sich anzupassen, sondern ganz im Gegenteil die Chance nutzen und den Markt ändern. Die gesamte Arbeitswelt sollte sich überlegen, wie sie die Wünsche der Generation Z mit den Anforderungen auf einen Arbeitsplatz vereinbaren kann.

Was definitiv passieren muss, ist eine effektivere Digitalisierung. Die Menschen die jetzt und in den nächsten Jahren in die Arbeitswelt eintreten,  sind es gewohnt und  geübt darin, alles mögliche mit dem Handy und sonstigen digitalen Medien zu erledigen. Sie haben wohl kaum ein Interesse daran, einen Brief zu schreiben und diesen bei der Post abzugeben oder ein Fax zu senden. Für sie muss alles schnell und digital sein. Spannend wird es in den nächsten Jahren, wenn die Arbeitgeber auf die Wünsche der jungen Leute nach einer strikten Trennung zwischen Arbeit und Privatem stoßen werden. Der Trend ging in den letzten Jahren immer mehr in die andere Richtung, die Arbeitgeber haben sich von ihren Mitarbeitern immer mehr Flexibilität und Einsatz gewünscht.

Es lässt sich also zusammenfassend sagen, dass eine genaue Veränderung des Arbeitsmarktes noch nicht wirklich prognostiziert werden kann. Sicher ist aber, dass die Arbeitgeber der Generation Z und damit den zukünftigen Arbeitnehmern in irgendeiner Weise entgegenkommen müssen und werden. Es steht eine nachhaltige Veränderung für alle vor der Tür.

Generation Z Recruiting

Generation z Recruiting

Wie und wo will die Gen Z angesprochen werden? Wo nicht?

Um die Generation Z anzusprechen und zu rekrutieren, sollte man sie am besten dort abholen, wo sie sich am liebsten aufhält, im Internet. Für junge Menschen läuft heutzutage alles mögliche digital, egal ob es ums Essen bestellen oder das kommunizieren mit Freunden geht. Da ist es logisch, dass eine Stellenanzeige für sie nicht in einer Tageszeitung stehen sollte. Junge Menschen suchen sich ihre Jobs heutzutage digital, sei es über verschiedene Jobportale oder in Apps. Auf diesem Weg ist es für Unternehmen also am einfachsten und effektivsten, eine Stellenanzeige mit Zielgruppe Generation Z zu schalten. 

Die Anzeige sollte möglichst nicht zu formal sondern einladend und modern aussehen, am besten mit einem ansprechenden Foto und nicht zu viel Text. Die Bewerbung selbst sollte dann im besten Fall online ablaufen, heißt, Daten wie Lebenslauf oder das Abschlusszeugnis sollten online direkt hochladbar sein. Ausdrucken und per Post schicken ist da schon lange nicht mehr aktuell. Die Bewerbungsunterlagen sollten weiterhin möglichst schnell und einfach auszufüllen sein, die wenigsten haben heutzutage noch ein Interesse daran, lange und formal korrekte Bewerbungen zu schreiben. 

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass alles möglichst schnell, digital und unformal ablaufen sollte, so dass kein unnötiger und nicht zeitgemäßer Aufwand oder Zeitverlust entsteht.

Generation z Führungsstil

Arbeitsgestaltung und Führungsstil für die Generation Z

Wie lässt sich die Arbeit attraktiv gestalten?

Arbeit ist angenehm gestaltet, wenn sich die Arbeitnehmer am eigenen Arbeitsplatz wohl fühlen und im Idealfall gerne zur Arbeit kommen. Dasselbe gilt auch für die jungen Mitarbeiter der Generation Z. Um zu erreichen, dass sich die junge Generation am Arbeitsplatz wohlfühlt, sollte die Digitalisierung in allen Bereichen fortgeschritten oder wenigstens am laufen sein, denn digitale Medien sind das, was diese Generation von zu Hause kennt und schätzt. Weiterhin ermöglichen nur eben diese Medien einen besonders reibungslosen und effektiven Arbeitstag. Eine Idee für ein größeres Unternehmen wäre hier zum Beispiel eine eigene oder auch externe Handy-App, mit der die Mitarbeiter untereinander kommunizieren und/ oder ihren Arbeitsalltag planen können.

Um zu erreichen, dass sich junge Menschen in Zukunft auch wieder mit dem eigenen Unternehmen identifizieren können, sollte dieses auf die Wünsche und Probleme der Generation Z eingehen. Ein Beispiel wäre hier der Klimawandel und die zunehmende Zerstörung unserer Umwelt. Eine Firma die sich für junge Menschen attraktiv machen möchte, könnte beispielsweise eine Initiative zum Umweltschutz unterstützen oder in den eigenen Büros auf Nachhaltigkeit achten. Besonders die Kommunikation mit den Mitarbeitern ist in diesem Falle wichtig.

Generation Z Motivation

Was motiviert die Generation Z? Was nicht?

Junge Menschen, die jetzt in den Arbeitsmarkt eintreten, fühlen sich im Gegensatz zu den jungen Arbeitern früherer Zeiten direkt als vollwertiges Mitglied eines Unternehmens. Sie legen nicht mehr so viel Wert auf hierarchische Strukturen, wie sie vielleicht noch vor einigen Jahren üblich waren, sondern hinterfragen Dinge und respektieren einen älteren Kollegen beispielsweise nicht mehr ganz so stark nur aufgrund seines Alters. Respekt muss man sich bei ihnen durch harte Arbeit und Kompetenz verdienen.

Der Generation Z in ihrem Job einfach Arbeitsaufträge zu erteilen, ohne Hintergründe zu erklären, ist langfristig keine gute Idee. Eine sinnvolle Alternative wäre stattdessen das Suchen eines Einzelgespräches, um zu erklären, warum die Arbeit die eine Person ausführt wichtig ist und welchen Sinn sie hat. Dies motiviert junge Mitarbeiter und zeigt ihnen, dass sie Teil eines großen Ganzen sind. 

Generation Z zeitorientiert vs. ergebnisorientiert

Zeitorientiertes Arbeiten vs. Ergebnisorientiertes Arbeiten

Bei diesen beiden Methoden handelt es sich um verschiedene Belohnungsmodelle, nach denen die Arbeit eines Angestellten bewertet wird. Während man beim zeitorientierten Arbeiten für die aufgewandte Arbeitszeit entlohnt wird, ist diese beim ergebnisorientierten Arbeiten nicht mehr relevant. Hier wird man für das Ergebnis der Arbeit entlohnt, egal wie lange man am Ende dafür gebraucht hat. In der Regel werden im Vorhinein Ziele festgelegt, bei deren Erreichen der Mitarbeiter schließlich entlohnt wird. 

Der Vorteil dieses Modells gegenüber zeitorientiertem Arbeiten ist, dass man durch eine hohe Produktivität gelegentlich früher Feierabend machen und durch das Abschließen von mehr Projekten sogar mehr Geld verdienen kann. Es gibt einen dauerhaften Anreiz, schneller und gründlicher zu arbeiten.

Der Nachteil hierbei ist jedoch, dass dieser Anreiz auch entgegengesetzt wirkt. Wer nicht schnell ist, wird auch nicht schnell bezahlt. Es kann sich kein Mitarbeiter auf sein Gehalt verlassen. Wer für ein Projekt länger braucht als vorgesehen, muss womöglich auch länger auf der Arbeit bleiben und wird dafür erst später bezahlt. 

Nachteil der erstgenannten Methode – dem zeitorientierten Arbeiten – ist hingegen ein Anreiz zur Zeitverschwendung. Wer nach Zeit bezahlt wird, arbeitet eher ineffizient und braucht unnötig lange – er kriegt diese Zeit ja ausbezahlt. 

Gen Z und Gen Y kombinierbar

Generation Z und Y kombinierbar?

Die beiden Generationen  Z und Y sind definitiv kombinierbar. Während Mitglieder der Generation Z früher womöglich von solchen der Generation Y gelernt haben oder lernen, kann dies nun andersherum geschehen. Beide Generationen sollten zu ihrem größtmöglichen Nutzen eingesetzt werden. So könnte die Generation Z zum Beispiel ihre Kenntnisse im Umgang mit den digitalen Medien einbringen, während die Generation Y hingegen mit ihrer Erfahrung leitet und bewährte Praktiken weitergibt.

Dass verschiedene Generationen auf der Arbeit gut miteinander auskommen, ist extrem wichtig, schließlich treffen am Arbeitsplatz meistens zwei oder mehr aufeinander. Ein gesundes und am besten möglichst effektives Miteinander ist da sowohl im Interesse der Generationen selbst, als auch in dem des Arbeitgebers.

Generation Z Anpassung Arbeitsmarkt

Wie weit sollte sich die Arbeitswelt anpassen?

Die Unternehmerwelt sollte sich definitiv den Wünschen der Generation Z anpassen, sie stellt nun mal die kommenden Arbeiter.

Das Ziel eines Arbeitgebers sollte es sein, dass seine  Mitarbeiter sich am Arbeitsplatz wohlfühlen. Nur ein glücklicher Mitarbeiter ist ein guter Mitarbeiter. Wird die Generation Z am Arbeitsplatz nicht ernst genommen, fühlt sie sich nicht wohl, was wiederum eine sinkende Produktivität und steigende Unzufriedenheit zur Folge hätte. So würde ein großer Konflikt zwischen Arbeitgebern und der Generation Z entstehen.

Während die Unternehmenswelt darauf achtet, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Generation Z einzugehen, ist es natürlich dennoch wichtig, die Realisierbarkeit dieser zu beachten. Arbeit bleibt Arbeit und kann auch durch teuerstes Equipment, Cola-Spender und TikTok-Pause nicht zu dauerhaft spaßiger Freizeit werden. Wenn ein Wunsch also zu unrealistisch wird, muss das klar kommuniziert werden.

Generation Z Vorteile

Welche (Wettbewerbs-)Vorteile in der Generation Z liegen

Ganz konkret gesagt bieten die Mitglieder der Generation Z am Arbeitsplatz zwei Vorteile. Zum einen können sie mit den digitalen Medien sehr gut umgehen und kennen deren Vorteile. Sie wissen also, wie gewinnbringend es für ein Unternehmen sein kann, neue Medien einzuführen und können so die Digitalisierung in einem Unternehmen beschleunigen.

Zum anderen sind die Mitglieder der Generation Z bei Eintritt in die Arbeitswelt selbst noch sehr jung, was bedeutet, dass sie auch jüngere Zielgruppen auf Augenhöhe erreichen. Sie wissen, wie sie selbst damals angesprochen werden wollten und können dies nun an ihrem Arbeitslatz gewinnbringend einsetzen. Mit Mitarbeitern der Generation Z hat man also einen bedeutend besseren Draht zu jüngeren Kunden als mit älteren Mitarbeitern.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass mit der Generation Z eine komplett neue Art an Arbeitnehmern auf den Arbeitsmarkt kommt, die es mit diesen Wünschen und Anforderungen so noch nie gegeben hat. Während vorherige Generationen hart gearbeitet und sich für ihr Unternehmen eingesetzt haben, will sich die Generation Z sich nicht zu stark an ein Unternehmen binden. Sie will Arbeit und Privates voneinander trennen und sich nicht zu sehr in ein Unternehmen steigern, sofern es keine besondere Beziehung gibt. Arbeit wird von den meisten von ihnen eher als eine lästige Pflicht angesehen, die eben getan werden muss, um sich und womöglich ihre Familie zu ernähren. Um diese Gruppe von jungen Arbeitern für sich zu gewinnen, sollten Unternehmer anfangen, digitaler zu werden. Sie sollten die Generation dort abholen, wo sie sich am besten auskennt, im Internet. Genau hier liegt auch die Stärke der Generation Z, sie kennt sich  bestens mit modernen Medien aus und kann so die Digitalisierung in den Unternehmen vorantreiben. Durch ihr Alter fällt es ihr leicht, richtig mit einer jungen Zielgruppe kommunizieren.

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